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Ulli Nissen

für Frankfurt am Main im Deutschen Bundestag

Bundesregierung führt Wohnungslosenstatistik ein

„Wohnungs- und obdachlos zu sein ist furchtbar. Der Winter mit Kälte, Nässe und Wind macht es den Betroffenen noch schwerer“, so die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen. Überall im Land laufen seit Oktober die Hilfsprojekte an. Frankfurt am Main stellt 340 offizielle Schlafplätze zur Verfügung. Seit November ist die B-Ebene der U-Bahn-Station Esschenheimer Tor geöffnet. Vergangenes Jahr kamen dort bis zu 180 Menschen pro Nacht unter.

„Wir müssen die Wohnungslosigkeit mit allen geeigneten Maßnahmen begegnen. Bund, Länder und Kommunen sind hier gefordert“, fordert Ulli Nissen im Deutschen Bundestag. Bislang stehen jedoch keine verlässlichen Daten und Statistiken darüber zur Verfügung, wie viele Menschen tatsächlich von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Das will die Bundesregierung nun ändern. „Wir haben im Deutschen Bundestag heute zum ersten Mal einen Gesetzentwurf beraten, der die Einführung einer bundesweiten Wohnungslosenstatistik vorsieht. Zudem soll mindestens alle zwei Jahre über Wohnungslosigkeit in Deutschland berichtet werden“, erklärt Ulli Nissen.

Mit dem Gesetz kommt die Bundesregierung einer langjährigen Forderung sozialpolitischer Verbände und der Länder nach. Eine aussagefähige Statistik soll dazu beitragen, um vor Ort passende Maßnahmen und Präventionsprogramme zur Vermeidung und Bewältigung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf den Weg bringen zu können. „Die Einführung einer Statistik kann nur ein erster Schritt sein, um weitere Maßnahmen zu veranlassen. Auch zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum“, sagt Ulli Nissen.