Headerbild Ulli Nissen
SPD-Logo

Ulli Nissen

für Frankfurt am Main im Deutschen Bundestag

Gleichstellung immer. Und gerade jetzt.

Der Internationale Frauentag jährt sich zum 8. März.

Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Hessen-Süd Ulli Nissen:

„Die Pandemie hat die Geschlechter-Ungerechtigkeit noch deutlicher offen gelegt. Für uns Sozialdemokrat*innen gilt, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern immer und gerade jetzt Leitgedanke sein muss. Wir wollen, dass die Chancengleichheit von Frauen und Männern endlich selbstverständlich wird.

In Deutschland arbeiten 5,7 Millionen Menschen in sozialen Berufen – 80 Prozent von ihnen sind Frauen. Wie existenziell und herausfordernd die tagtägliche Arbeit von Pflegekräften und Erzieher*innen ist, wird durch die Corona-Pandemie besonders spürbar.

Klar ist: Gute Arbeitsbedingungen und ein fairer Lohn müssen für soziale Berufe selbstverständlich sein. Dafür sind endlich flächendeckende Tarifverträge für Erziehungs-Gesundheits- und Pflegeberufe notwendig. Unser Arbeitsminister Hubertus Heil hält den Druck hoch und setzt sich mit aller Kraft für bessere Löhne für Pflegekräfte ein“, so die Abgeordnete weiter.

Auch die Kindererziehung zuhause und die Pflege von Angehörigen werden überwiegend von Frauen geleistet. Durch die Corona-Krise wird dieses Ungleichgewicht noch verstärkt.

Für eine faire Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit braucht es eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Elterngeldreform war ein wichtiger Schritt. Das Recht auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bringt uns ebenfalls deutlich voran. Zudem machen wir uns für die Familienarbeitszeit und das Familiengeld stark.

Frauen stehen bei der Krisenbewältigung in vorderster Reihe. In den Führungsetagen der Wirtschaft sind Frauen und ihre Expertise aber nur selten vertreten. Das wird sich ändern. Beharrlich haben unsere beiden Ministerinnen Franziska Giffey und Christine Lambrecht für mehr Frauen in Führungspositionen gekämpft: Künftig gilt eine gesetzliche Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen – Vorstände mit mehr als drei Mitgliedern müssen mit mindestens einer Frau besetzt sein. Das leitet nicht nur einen Kulturwandel in den Unternehmen ein, davon profitiert auch die gesamte Gesellschaft.

Und noch ein wichtiger Punkt: Seit 2019 ist der Internationale Frauentag in Berlin ein Feiertag. Ich setzte mich dafür ein, dass der Frauentag auch in Hessen ein Feiertag wird. Dies hat deutliche Signalwirkung, dass die Gleichberechtigung von Männern und Frauen kein Schönwetterprojekt ist, sondern für die Gesellschaft von elementarer Bedeutung ist.“