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Ulli Nissen

für Frankfurt am Main im Deutschen Bundestag

„Da wird ohne jegliche Not Öl ins Feuer gegossen!“ - Nissen kritisiert Hotelkette Premier Inn wegen des Umgangs mit Wohnungsaktivisten

„Da wird ohne jegliche Not Öl ins Feuer gegossen!“, ist sich die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD) sicher. Sie meint damit die Hotelkette Premier Inn, die am Frankfurter Ostbahnhof ein Hotel errichten möchte. Doch auf der jahrelang brachliegenden Fläche haben Wohnungsaktivisten der Gruppe „We need homes to stay at home“ aufgeräumt und am 22. August diesen Jahres einen kleinen Wagenpark errichtet.

Die Abgeordnete hält Aussagen von Premier Inn, dass dort zunächst ein Parkplatz errichtet werden solle, für einen „Vorwand“. „Ich habe wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die Wohnungsaktivisten dort niemandem schaden. Es ist mir ein Rätsel, warum es Premier Inn anscheinend schwer fällt, die Aktivisten zunächst zu dulden oder zumindest in konstruktive Gespräche zu gehen“, wundert sich Nissen.

Zuvor hatte die Wohnungspolitikerin sich wiederholt als Vermittlerin zwischen den Aktivisten und Premier Inn angeboten. Letztere zeigte sich dafür nicht offen. Bisher liege laut Nissen aber weder ein Abrissantrag für das Ostbahnhofsgebäude, noch ein Bauantrag für eine Neubebauung der Liegenschaft seitens Premier Inn bei der Stadt vor.

„Alles in allem gibt es also kein Grund für Premier Inn, den sich anbahnenden Konflikt anzuheizen. Die Aktivisten könnten dort überwintern und niemandem, wirklich niemandem, wäre ein Schaden entstanden“ sagt die SPD-Frau. „Außerdem besteht in Anbetracht der Corona-Krise nun wirklich kein Zwang, schnellstmöglich Hotelbetten zu schaffen, die dann zukünftig aufgrund geringeres Bedarfs leer stehen“, ergänzt Nissen.

Lediglich eine Bauvoranfrage für ein Hotel mit Tiefgarage und Restaurant wurde bisher seitens der Hotelkette gestellt. Eine Entscheidung dazu wird sich aber verzögern, weil die Planungen mit jenen rund um den Bahnhof für die nordmainische S-Bahn abgestimmt werden müssen.

„Indessen könnten die Stadt und alle involvierten Politikerinnen diverser Parteien nach einer offiziellen Bleibe für die Wagenplatzbewohnerinnen und –bewohner suchen“, meint Nissen. „Ein weiterer offizieller Wagenpark könnte Frankfurt kreativ und kulturell bereichern“ ist sie überzeugt.