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Ulli Nissen

für Frankfurt am Main im Deutschen Bundestag

Mieter der WPS wehren sich gegen Drangsalierung und fürchten Verdrängung - Betroffene Hausgemeinschaften bekommen Unterstützung von Ulli Nissen

Die Mieter aus mehreren Wohnhäusern der Frankfurter Westend Projekt- und Steuerungsmanagement GmbH (WPS) wehren sich gegen Mieterdrangsalierung sowie überzogene und falsche Mieterhöhungsankündigungen. Am Dienstagabend (02.06.) hatten sie die Frankfurter Bundestagsabgeordnete UIli Nissen (SPD) in eines der Mietshäuser in der Bornheimer Landstr. 14 eingeladen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Die Bewohner tauschten sich mit der Abgeordneten insbesondere über angekündigte Modernisierungsmaßnahmen aus. Nach geteilter Auffassung seien diese falsch und unbegründet. So solle unter anderem ein erst wenige Jahre altes Bad erneuert werden. Damit verdopple sich beinahe die Miete für einen der Mieter.

Nissen hält das für unzulässig und regt sich über die repressiven und verunsichernden Schreiben der WPS auf, in die sie Einblick nehmen konnte. Die Bau- und Wohnungspolitikerin verdeutlicht, dass der Bund die Umlage von Modernisierungskosten auf die Mieter gedeckelt habe. Eigentlich dürfe die Miete nach Modernisierung lediglich um maximal 3€ pro Quadratmeter in 6 Jahren erhöht werden. Das soll vor überzogenen Mieterhöhungen schützen, so die SPD-Frau.

Eindringlich schilderten die Bewohner der Bundespolitikerin ihre Angst, dass sie aus ihren Wohnungen vertrieben werden sollen. So konnten sie bereits Wohnungsinserate finden, die ihre derzeitig gemieteten Wohnungen für horrende Mieten anböten – und das, obwohl fast alle Wohnungen im Haus in der Bornheimer Landstr. bewohnt seien.

Ein Mieter einer WPS-Wohnung in der Spohrstraße 62, berichtete davon, dass die WPS schon etliche Monate vor dem angekündigten Beginn von Bauarbeiten ein Gerüst aufstellen ließ, dass dann sogar Blickdicht abgehängt worden sei. Dies habe zu einer Verdunkelung der Wohnungen geführt und die Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

„Entmietung“ nennt ein anderer das Vorgehen. Er selbst ist Mieter in der Bornheimer Landstr. 14 und erlebt eine solche Situation nicht zum ersten Mal. Das engagierte Mitglied der Hausgemeinschaft weist darauf hin, dass die WPS seiner Meinung nach die Menschen aus ihren Wohnungen drängen möchte, um durch Neuvermietung oder Verkauf mehr Profit mit dem Wohnraum zu machen.

Nissen kritisierte das Vorgehen der WPS deshalb hart: „Ich finde es erschreckend, wie die WPS gegenüber ihren Mietern auftritt. Die Art und Weise der Kommunikation und die fragwürdigen Ankündigungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass hier Immobilienhaie am Werk sind. Ich unterstütze die Hausgemeinschaften deshalb gerne. Sie haben unsere Solidarität verdient“, so die SPD-Politikerin.

Weitere Mieter der WPS aus anderen Objekten sind ebenfalls betroffen. Deswegen möchten sich die Bewohner jetzt mithilfe der Stabstelle Mieterschutz der Stadt Frankfurt untereinander vernetzen. Sie wollen gemeinsam und mit Unterstützung von Mieterschutzvereinen, der Nachbarschaftsinitiative Nordend-Bornheim-Ostend (NBO) und der örtlichen Politik gegen die WPS vorgehen.

Den zweifelhaften Praktiken der WPS sollten ihrer Meinung nach ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Zuvor hatte bereits der lange Kampf einer Hausgemeinschaft in der Frankfurter Wingertstraße 21 gegen ihren Vermieter viele Unterstützer in der Stadt gefunden und öffentliches Interesse an der Verdrängungs-Problematik geweckt.