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Ulli Nissen

für Frankfurt am Main im Deutschen Bundestag

Frankfurter Klimastreik: „Am selben Tag starten fünf Flüge von Frankfurt nach Düsseldorf“

„Anlässlich des weltweiten Klimastreiks am Freitag (29.11.2019) solidarisiert sich die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD) mit den Klimaaktivisten von „Fridays for Future“. Die SPD-Umweltpolitikerin kritisiert mit Blick auf den Frankfurter Beitrag zum Klimaschutz unnötige Kurzstreckenflüge ab Frankfurt."

„Während die jungen Menschen auf der Frankfurter Zeil zurecht auf eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes drängen, starten am selben Tag fünf unnötige Kurzstreckenflüge der Lufthansa von Frankfurt nach Düsseldorf. Das ist doch paradox!“, echauffiert sich die SPD-Frau.

„Die Fahrplan-Auskunft der Deutschen Bahn weist für die Strecke Frankfurt (Flughafen) - Düsseldorf ohne Umstieg eine Fahrzeit von 1 Stunde und 11 Minuten auf. Nissen fragt nun rhetorisch: „Muss das sein?“ Ihre Antwort: „Diese Passagiere sollten mit der Bahn fahren - selbst wenn es Umsteiger von längeren Flügen sind.“

„Irritiert zeigte sich die Abgeordnete zudem über Äußerungen von Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Der Manager hatte Mitte November im Handelsblatt die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert und von einer „in Teilen von Irrationalität geprägten“ Klimadebatte gesprochen. „Die Deutsche Luftfahrtbranche wird ihren Teil zur Bewältigung der Klimakrise beitragen müssen“, sagt Nissen dazu.

„Dennoch zeigte die Abgeordnete auch Verständnis für derartige Ängste in der Branche. Um tausende Arbeitsplätze zu sichern, setzt Nissen auf technische Innovationen: „Wir müssen mit Hochdruck neue Technologien wie synthetische Kraftstoffe erforschen, damit die Fluggesellschaften fit für eine umweltfreundliche Zukunft sind“, so Nissen.

„Die deutsche Politik unterstützt die Flugbranche mit massiven Investitionen für klimafreundlicheres Fliegen. Mit dem am Freitag (29.11.2019) verabschiedeten Bundeshaushalt steckt der Bund im nächsten Jahr 200 Millionen Euro in die Erforschung von Antriebstechnologien und modernen Kraftstoffen für die Luftfahrt. Technische Studien zum hybridelektrischen Fliegen werden bis 2024 mit 75 Millionen Euro gefördert.

„Bis Flüge klimaschonend stattfinden könnten, sollten Strecken wie Frankfurt - Düsseldorf aber unbedingt auf die Schiene verlagert werden“, meint Nissen. „Das ist angesichts durchgängiger Verbindungen und schneller Fahrtzeiten leicht möglich“, ergänzt sie.